Mark Lorenz Kysela + Claudia Senoner, Mmmooz, Foto: Matthias Müller

18. − 19. Juli 2020 / 20:30
Claudia Senoner + Mark Lorenz Kysela
Mmmooz

schwere reiter tanz + musik

1 Abend, 2 Künstler*in, 4 Stücke: Hier treffen Choreografin und Performerin Claudia Senoner und der Saxofonist, Objektbespieler und Elektroniker Mark Lorenz Kysela aufeinander. Die beiden verbindet eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit, der sie in zwei Solos und zwei Duos nachspüren – Vampire, Außerirdische, Sinustongenerator, eine Menge Nebel und Wham, Zisch, Boom inklusive.



Mit: Claudia Senoner, Choreografie, Performance, Gitarre / Mark Lorenz Kysela, Performance, Klarinette, Electronics
Musik: Alvin Lucier: “In Memorian Jon Higging” u.a.


Eine Veranstaltung von Tanztendenz München e.V. und scope – Spielraum für aktuelle Musik


Normalpreis 2: 12 € / 8 € erm.
Wegen begrenzter Platzanzahl sowie der Hygienebestimmungen ist eine Reservierung unbedingt notwendig.
Die Abendkasse öffnet aktuell 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung.


Das Programm im Detail

Rücksturz in Fomalhaut (Fomalhaut = der hellste Stern im Sternbild Fisch)
Der y(Gamma) Versuch
Duett für 2 Außerirdische und Nebel

Vertauschen und Verschwinden sind hier die Hauptaufgaben der Protagonisten. Senoner und Kysela wechseln die Aufgabengebiete … Ein Spiel mit dem Rollenwechsel nach nahezu 20 Jahren Zusammenarbeit, basierend auf einem Score und mit viel Improvisation. Mit dabei: Zwei Untote im Nebel, Vampierzähne, rote Locken und quietschbunte Klamotten.

Performance/Sound: Claudia Senoner/ Mark Lorenz Kysela

Aufrechter Gang für 2
Zwischenspiel für Text und Elektronik

Ein eigens für diesen Abend kreiertes fünfminütiges Zwischenspiel von Senoner und Kysela. Hier werden zwei Duette miteinander kombiniert – ein Auszug aus dem Stück „Suite mit Vogel“, eine Zusammenarbeit von 2010 als Film und die Live-Aktion der beiden Protagonisten auf der Bühne. Ein „Doppel-Duett“, in dem sich Aktionen spiegeln, sich kommentieren, sich beleuchten oder verdunkeln …

Mit: Claudia Senoner/ Mark Lorenz Kysela

Mmmooz
Soloperformance von und mit Claudia Senoner

So what?
New Disco, Room Service, Late Night Tales?
Don`t escape, this is my universe!


Wusch, switch, Mmmooz, boom – zwischen Körperpoesie und Comic bewegt sich das 20minütige Solo “Mmmooz”. Entwickelt aus Bewegungsscores spielt sich die Performance in fünf Bildern zum Großteil auf einer 1x2 m großen Fläche ab. Stimmungen wechseln, Bewegungen werden gesucht, Outfits gewechselt – der Versuch das eigene Universum über den Körper zu erschließen gleicht jenen lautpoetischen Comicsprechblasen, die in ihrer Expressivität, den eigenen Rahmen sprengen.

Mit: Claudia Senoner

Alvin Lucier: In Memorian Jon Higging
für Klarinette und pure wave oscillator

Der 1931 geborene Amerikaner Alvin Lucier ist einer der profiliertesten Vertreter der experimentellen Musik. Lucier erforscht in seinen zwischen Performance, Komposition und Wissenschaft angesiedelten Arbeiten akustische Phänomene und deren Wirkung im Raum. Zwei Kopfhautelektroden, ein Differentialverstärker und ein Bandpassfilter wurden im Jahr 1965 zur Basis einer Kompositionsweise, mit der Alvin Lucier seine individuelle Vorstellung von Musik – sein Ideal einer „körperlichen Musik“ erstmals realisieren konnte. So versetzen in seinen Kompositionen bsp. Hirnströme Schlaginstrumente in Schwingung. »Ich musste einen Weg finden, für akustische Instrumente in einer Weise zu komponieren, die meinen bisherigen Arbeiten ähnlich war. Die Arbeit mit dem Phänomen der Schwebung begriff ich als Möglichkeit, meine Ideen umzusetzen. Die Schwebung ist ein körperlicher Prozess, kein poetischer: Die Klänge leisten hörbare Arbeit.« 1984 entstand so „In Memoriam Jon Higgins“: Die Schwingungen eines stabilen Klarinettentons und die eines beinahe unmerklich langsam aufsteigenden Sinustons treffen aufeinander. Es entstehen Schwebungen, die weder von der Klarinette, noch vom Tongenerator erzeugt werden. Was sich hier tut, entsteht ganz von allein: dazwischen.

Mit: Mark Lorenz Kysela, Klarinette und Programmierung des Sinustongenerators

schwere reiter wird gefördert durch
das Kulturreferat der LH München