21. Mai 2020 / Streaming
HIER = JETZT 2020
Leandro Manrique
APOFTEGMA 4.1

schwere reiter tanz

„APOFTEGMA 4.1“ umfasst ungefähr 4 völlig unterschiedliche Personen, die Probleme mit der Vorstellung der Zeit und ihrer Herangehensweise haben. Sie treffen sich beiläufig im selben Lebensraum, kennen sich nicht, aber müssen sich alle mit der Zeit auseinandersetzen. Deshalb beginnen sie sich gegenseitig zu kopieren und versuchen Lösungen zu finden, um die Zeit zu verstehen. Sie bestimmen die stärkste Person, die führende Kraft, verstehen soziale Beziehungen und Gruppenarbeit. Sie treffen auf ein doppeltes Problem und auch eine doppelte Beziehung. Einerseits geht es um die menschlichen Sinne, Gefühle, Emotionen, Nerven und Spannungen mit sich selbst. Andererseits wird die Konzeption von Zeit zu einer komplexen Untersuchung der verschiedenen Konsequenzen und Verhaltensweisen dieser kleinen Gruppe. Manchmal finden sie einige gemeinsame Punkte, Momente und Bewegungen, manchmal kann nur ein Teil der Gruppe dieselbe Sprache erreichen und reparieren, manchmal wird jemand verrückt. Die wenigen klar lesbaren Punkte beschreiben, dass alle ihre eigene Zeit erreichen müssen, um die Komplexität der Konzeption und Wahrnehmung des anderen zu verstehen. Denn alle müssen eine indikative umfassende Untersuchung durchführen, um die Gruppe verstehen zu können. Diese zunehmende Klarheit der Kommunikation ist nützlicher als ein pyramidales Arbeitssystem, solange es ein gemeinsames Ziel gibt.



HIER = JETZT
Die Plattform für zeitgenössischen Tanz HIER=JETZT wurde 2016 von den Tanztendenz-Mitgliedern Johanna Richter und Birgitta Trommler ins Leben gerufen und in Koproduktion mit Tanztendenz München e.V. realisiert. Hier erprobten zeitgenössische Choreograf*innen erste Stückansätze und setzten ihre Konzepte in Arbeitsskizzen, Kurzchoreografien, Ausschnitte aus Produktionen und work in progress künstlerisch um. HIER = JETZT 2020 war Ende April/Anfang Mai an zwei Wochenenden im schwere reiter geplant und musste als Live-Event auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt werden.
Unter professionellen Bedingungen und Einhaltung strikter Hygiene-Maßgaben sowie der tagesaktuellen staatlichen Regelungen konnten jedoch die Arbeiten von
14 Choreograf*innen auf Video aufgezeichnet werden und stehen nun dem Publikum digital zur Verfügung. So macht HIER = JETZT 2020 auch in Zeiten von Corona das vielfältige Potential der Münchner Tanzszene sichtbar und setzt ein Zeichen der Solidarität mit den lokalen Künstler*innen. HIER = JETZT 2020 online lädt, wie auch die live-Plattformen der letzten Jahre, zu einem Austausch über Ästhetiken, Ansätze, Ziele und Vorstellungen von Tanz und Performance und setzt Impulse für ein kontinuierliches künstlerisches Schaffen.


TEAM APOFTEGMA 4.1
Tanz: Leandro Manrique, Nicholas Taraj, Irene Zoppelletto, Valerie Damen


Team HIER = JETZT
Konzept, Leitung: Johanna Richter & Birgitta Trommler
Technische Leitung, Lichtdesign: Rainer Ludwig / Ton: Andi Kern / Produktionsleitung: Angelika Endres
Organisation: Búi Rouch / Video: Tim Bergmann / Presse: Martina Missel & Katharina Wolfrum
Assistenz: Jochanah Mahnke / Foto: Mehmet Vanli / Graphik: Martina Baldauf


HIER=JETZT wird unterstützt vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München, durch den Bayerischen Landesverband für zeitgenössischen Tanz (BLZT) aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, durch die Kulturstiftung der Sparkasse München sowie den Bezirksausschuss 09 Neuhausen- Nymphenburg.
In Kooperation mit der Tanztendenz München e.V.
Mit Dank an Iwanson International, Bad Lemons, TanzQuelle und an das Tanzprojekt München.

Es wurde unter Einhaltung Einhaltung strikter Hygiene-Maßgaben sowie der tagesaktuellen staatlichen Regelungen, zu denen sich alle Teilnehmer*innen verpflichteten, geprobt. Der Mindestabstand wurde auch in der künstlerischen Arbeiten eingehalten. Nur Lebensgemeinschaften, Paare, oder Teilnehmer*innen aus gemeinsamen Haushalten während des Lockdown, arbeiteten in normaler Nähe. Mit 76 Putzeinheiten wurde nach jeder Probe und vor jedem Wechsel Böden gereinigt und Türklinken sowie ggf. technische Geräte desinfiziert. So wurde konsequent gewährleistet, dass die gesundheitliche Gefährdung der Künstler*innen untereinander ausgeschlossen ist.


 
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schwere reiter wird gefördert durch
das Kulturreferat der LH München